Klasnic unterzieht sich heute Transplantation
BREMEN (dpa) Werder Bremen hat auf die schwere Erkrankung von Stürmer Ivan Klasnic mit einem Angebot auf Verlängerung des auslaufenden Vertrages reagiert. Der kroatische Fußball-Nationalspieler soll dadurch nach der für heute geplanten Nierentransplantation ausreichend Zeit und Ruhe zur Regeneration erhalten. Eine Rückkehr in den Hochleistungssport halten Mediziner durchaus für möglich, rechnen aber mindestens mit einer halbjährigen Pause. Ungewissheit und Bestürzung herrschten in Bremen angesichts der schweren Erkrankung. "Natürlich hat Ivan Angst, dass seine Lebenspläne über den Haufen geworfen werden", berichtete Anwalt Klaus-Peter Horndasch über die Gefühle seines Mandanten. Nach Absprache mit Klasnic wird der Ort der Operation nicht veröffentlicht. Als "definitiv unrichtig" bezeichnete er Gerüchte, dass die Niere von Ivans Bruder Josip stamme. Wann Klasnic wieder spielen kann, ist derzeit völlig offen. "Ein halbes Jahr Abstand braucht man mindestens, vielleicht sogar ein Jahr", sagte Professor Alfred Königsrainer von der Universitätsklinik Tübingen in einem Interview. Der Mediziner erklärte zur Behandlung nach der Operation: "Der Körper muss durch Medikamente im Gleichgewicht sein. Gerade so, dass er die Niere nicht wieder abstößt, aber eben auch nicht zu anfällig für Infektionen ist." Eine Rückkehr in die Bundesliga hält er bei normalem Verlauf für möglich: "Von der Leistungsfähigkeit her wird er keine Probleme haben.

