Von Jürgen Möcks
Die SG Wallau steht vor einem Neuanfang. Mal wieder. Nachdem sich die Zweitliga-Mannschaft mit sieben Handballern sowie dem Trainer-Duo Mike Fuhrig und Jörg Schulze zur HSG Frankfurt Rhein-Main verabschiedet hat, bahnen sich auch im Amateurbereich umwälzende Veränderungen an. Nicht ohne störende Nebengeräusche.
Die bisherigen Geschäftsführer Jörg Ströhmann und Stephan Schießer scheiden zum 30. Juni aus ihren Ämtern. Ströhmann konzentriert sich wie auch Peter Schreiber, bislang Manager der TSG Münster Wallaus Partner beim Zweitliga-Projekt der Handball-Initiative , künftig ganz auf seine Aufgabe bei der HSG, Schießer soll eine Position im neuen Förderkreis der SG Wallau übernehmen.
Die neuen starken Männer bei der SG heißen Uwe Ströhmann, 47, der mittlere Sohn von Wallaus langjährigem Präsidenten Bodo Ströhmann, und Markus Abels, 41, Bankkaufmann, dessen Sohn Patrick in der Wallauer D-Jugend spielt.
Das Duo übernimmt bei der SG ab 1. Juli die Geschäftsführung und gleichzeitig beim Trägerverein TV Wallau die Abteilungsleitung. Damit bleibt Hermann Stark auf der Strecke. Dessen Vereinbarung läuft ebenfalls zum Monatsende aus. “So wie es aussieht, bin ich dann nicht mehr Abteilungsleiter", sagt der 60-Jährige, der von den jüngsten Entwicklungen überrascht wurde, befand er sich doch in den vergangenen zehn Tagen in seiner Heimat Rumänien.
Uwe Ströhmann will indes nichts davon wissen, dass Stark ausgebootet worden sei. “Hermann Stark ist ein ganz wichtiger Baustein in unseren Planungen", betont Ströhmann. Als technischer Koordinator und Bindeglied zur HSG sei Stark vorgesehen. Im sportlichen Bereich hat künftig Thomas Scherer als Sportlicher Leiter und Trainer der Oberliga-Mannschaft in Personalunion das Sagen. Für die A-Jugend, die ursprünglich Scherer ebenfalls betreuen sollte, konnte mit Thorsten Schmid der Zweitliga-Trainer von TuSpo Obernburg gewonnen werden.
Die ebenfalls in der Regionalliga spielende B-Jugend trainiert künftig nach einigem Hickhack und mehrfachen Umbesetzungen der bisherige Co-Trainer des Zweitliga-Teams, Frank Tritscher. Den starken Nachwuchs sieht Uwe Ströhmann als das große Plus für die Zukunft: “Es gibt weit und breit keine bessere Jugendarbeit." Um die Talente zu halten, “müssen wir mit der ersten Mannschaft mittelfristig zurück in die Regionalliga".

