JSG Aarbergen setzt ungewöhnliche Anreize
möx. Vom Bahnhof direkt zum Weserstadion kutschiert, Augenzeuge der 1:2-Schmach des SV Werder Bremen gegen Schlusslicht MSV Duisburg, anschließend ein lockerer Plausch mit Profi-Kicker Jurica Vranjes. Die Jugend-Fußball 0:19-Klatsche tags darauf gegen die D-Jugend der Hanseaten - geschenkt. Den Trip in den hohen Norden werden die zwölf 11- bis 13-Jährigen der JSG Aarbergen so schnell bestimmt nicht vergessen. Nur einer von vielen Anreizen, mit dem die Jugendspielgemeinschaft der Vereine BSC Michelbach, SC Daisbach, TuS Panrod und Rot-Weiß Kettenbach versucht, hoffnungsvolle Talente in ihren Reihen zu halten. "Gerade im C- und D-Jugend-Bereich sind uns in der Vergangenheit viele Jugendliche verloren gegangen", sagt Lutz Sand, 43, Jugendleiter des TuS Panrod und gemeinsam mit Monika Hofmann Trainer der D-Jugend. Im dritten Jahr kickt die in der Bezirksliga. Und ist inzwischen selbst zu einer Top-Adresse im heimischen Nachwuchs-Bereich geworden. Vor der Saison sind Andreas Wenzek (SG Laufenselden) sowie Julian Bippus, Leon Hofmann, Jakob Staiger und Yannik Hünerbein (alle JSG Beuerbach/Bechtheim/Wallrabenstein) zur JSG Aarbergen gestoßen. Und haben maßgeblich zum bisherigen guten Abschneiden beigetragen. Platz acht mit 23 Punkten, ein sattes Polster von elf Zählern auf die Abstiegsränge. "Wenn wir noch zwei, drei Spiele gewinnen, sollte das Thema Klassenerhalt durch sein", ist Sand überzeugt. Zumal seine Elf in den letzten neun Spielen noch auf vier hinter ihr platzierte Teams trifft. Parallel laufen hinter den Kulissen bereits die Planungen für die kommende Saison. Bis auf Torjäger Yannik Hünerbein, Sohn des ehemaligen Würgeser Goalgetter Dirk Hünerbein, und Außenverteidiger David Reusing rückt die komplette Mannschaft in die C-Jugend auf. "Sechs bis acht Neuzugänge" so die Planung des gelernten Bilanzbuchhalters, seien nötig, um auch in der kommenden Saison die Bezirksliga zu halten. "Unsere Stärke ist, dass wir in dieser Runde elf Jungs auf einem Niveau haben", urteilt Sand. Denen allerdings noch ein wenig "die Abgezocktheit" fehle. In diesem Punkt konnten seine Jungs gerade Anschauungsunterricht nehmen. Allerdings eher beim MSV als bei Werder. Kader, Tor: Marius Hofmann.- Abwehr: Torben Etz, Leo LaPietra, Benny Müller, David Reusing, Jakob Staiger.- Mittelfeld: Julian Bippus, Leon Hofmann, Fabian Rosam, Vanessa Santoro, Sören Sparenborg, Andreas Wenzek.- Angriff: Lucas Burkhardt, Marco Gresens, Yannik Hünerbein, Nils Polizzi.- Trainer: Lutz Sand, Monika Hofmann.

