Biebrich 02 gewinnt Nauroder Reitz-Turnier
nn. Talente, Technik, Tore und Dynamik - beim Peter-Reitz-Turnier des FC Naurod gab es von allem reichlich. Ein Hallenfußball-Menü von guter Qualität, in dem sich Vorjahres-Champion FV Biebrich 02 erneut aufs Siegerpodest hievte. 2:1 gewann der Landesliga-Dritte nach Toren von Daniel Löbelt und Daniel Otto gegen den Landesliga-Letzten SV Wiesbaden (Torschütze Ertan Demirtas). Etwas unbeteiligt schaute Ephraim Uworuya nach dem Abpfiff des temperamentvoll geführten Finales in die Gegend. Der krasse Gegensatz zu seiner Vorstellung auf dem ohne Banden ausgestatteten Spielfeld. Die war geprägt von Schnelligkeit, Härte und Schussvermögen. Kein Zufall, dass der 18-Jährige aus Biebrichs A-Jugend das Siegtor vorbereitete. Ein Talent, mit 1,75 Meter und 60 Kilogramm aber ein Superleichtgewicht. "Vom Körperlichen wird es wohl maximal für die Oberliga reichen", mutmaßt der Youngster mit den nigerianischen Wurzeln. Oberliga - das geht konform mit Biebrichs Ziel. Chefcoach Bernhard Raab lässt ihn im Kader der Ersten mittrainieren. Nicht auszuschließen, dass "Effe" am 23. Februar beim Punktspielwiedersehen der Nauroder Finalisten im Stadion dabei ist. Möglicherweise auch der gleichaltrige Sascha Wittmer. Schon beim Wispo-Cup hielt der SVW-Keeper glänzend. Diesmal wurde er zum besten Schlussmann des Meetings gekürt, durfte die von Frankfurts Torhüter Markus Pröll signierten Handschuhe in Empfang nehmen. Ein Fingerzeig für eine viel versprechende Zukunft? Ebenso wie Uworuya spuckt Wittmer in dieser Hinsicht keine großen Töne: "Nummer eins ist ganz klar Christian Berger. Aber ich versuche, meine Chance zu nutzen, wenn er verhindert ist." Die Chance könnte aufgrund Bergers Job im Polizeidienst durchaus öfter kommen. Bleibt festzuhalten, dass die SVW-Garde um Turniertorjäger Harmen Baghramian (acht Treffer) viel Spielwitz versprühte. Wie die Biebricher mit dem als besten Spieler ausgezeichneten Dennis Lang und dem technisch versierten Abwehr-Schlacks Daniel Löbelt. Apropos Technik: Im Einlagespiel "Wiesbaden kocht" gegen "Wiesbaden kellnert" brillierte "Classico"-Kellner Stipan Jakic (29/früher Mainz 05 und SV Wehen). Biebrichs Co-Trainer Frank Wilde kennt den nicht mehr aktiven Dribbler aus Wehener Zeiten, machte ihm gleich einen Trainingsbesuch schmackhaft. Während TV-Koch Johann Lafer ungeachtet einer Verbrennung unter dem Auge durch Tore und Torhüter-Paraden das Nauroder Turnier-Menü würzte.

