Pendeln zwischen Halle und Fitness-Studio
23.03.2011 - WIESBADEN
Von Sebastian Poser
BASKETBALL Kampfgeist zeichnet Dejan Filipas aus
Kirchheimbolanden, Kronberg und vielleicht sogar die USA? Es sind keine punktgenau geplanten Schritte, die Dejan Filipas geht, um seine Basketball-Karriere voranzutreiben. Und dennoch: gut durchdacht sind sie. Vom BC Wiesbaden zog der mittlerweile 17-Jährige aus, um beim TV Kirchheimbolanden seine sportliche Entwicklung zu forcieren. Der Sprung von der Landesliga in die zweite Regionalliga, er gab dem gebürtigen Wiesbadener neue basketballerische Schubkraft. Was auch Milo Crnjac, Coach des MTV Kronberg, nicht verborgen blieb und den Gutenbergschüler - momentan in der zwölften Klasse - im vergangenen Jahr nach einem Probetraining zu seinem Regionalliga-Team lotste, wo der Aufbauspieler seit dieser Saison mit Doppelspielrecht beim BCW am Ball ist. „Genau der richtige Schritt für mich“, sagt Filipas, „ich habe in meinem ersten Jahr viel Erfahrung gesammelt und mich vor allem spielerisch weiterentwickelt.“ Regelmäßige Einsatzzeiten gegen robustere, fittere Korbjäger zeigten dem 17-Jährigen allerdings auch seine körperlichen Grenzen auf. „Deshalb musste ich eben zehnmal soviel Kampfgeist an den Tag legen, wie meine Gegenspieler, um meine athletischen Defizite auszugleichen.“
Ein Mangel, den der Jungspund im Kronberger Team in den kommenden Jahren ausmerzen will, dafür regelmäßig im Fitnessstudio schwitzt. Um „sportlich so weit wie möglich, nach oben zu kommen“, wie Filipas sagt, „dafür braucht es allerdings einen Trainer, der einen fördert. Man muss Sport und Schule unter einen Hut bekommen und vor allem auch verletzungsfrei bleiben.“
Der Hauptgrund, warum der Wiesbadener nach der Schule ein Studium anpeilt, nicht komplett auf die Karte Basketball setzt. „Studieren will ich auf alle Fälle, aber nicht unbedingt Sport, sondern eher in Richtung Medizin“, verrät Filipas, „und mit dem Basketball könnte ich mein Studium wunderbar finanzieren.“ In Deutschland. Oder sogar in den USA. „Nach dem Abitur auf ein College zu gehen, ist eines meiner Ziele“, sagt der Aufbauspieler. Um einen weiteren Schritt auf der Karriere-Leiter zu machen. Denn auch, wenn für seine Heimatstadt und den BCW zu spielen für ihn eine „Herzensangelegenheit“ sei: „Wenn ich nicht versuchen würde, das Maximum aus meinem Talent zu holen, könnte ich es auch gleich ganz lassen.“

