Initiative gegen Bahnlärm
27.07.2010 - KOSTHEIM
(red). Den Anschub zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Bahnlärm will die FWG bei einer Veranstaltung am Freitag, 13. August, um 18 Uhr im Bürgerhaus geben. Der Stadtteil leide unter einer Dauerbeschallung, heißt es in einer Erklärung von FWG-Sprecher Werner Heesen. Während viele Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet unter Fluglärm litten, seien die Kostheimer von Bahnlärm betroffen. Messungen an den Bahnlinien, die durch den Ortsteil führen, hätten gesundheitsschädigende Werte ergeben. Die Aktivitäten der Deutschen Bahn vermittelten zwar den Eindruck, dass wirkungsvolle, flächendeckende und nachhaltige Lärmschutzmaßnahmen ergriffen würden. Tatsache sei jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Betroffenen Erleichterungen erfahren werde. Wohngebiete wie die Bereiche Dornfelder Weg/Eichenstraße/Siebenmorgenweg/Weißerd erhielten weder in diesem Jahr noch auf absehbare Zeit Schutz vor Lärm. Die Stadt habe im Auftrag der Bahn kürzlich Hauseigentümer entlang der Bahnlinien angeschrieben und auf die Möglichkeit staatlicher Fördermittel für passive Schallschutzmaßnahmen hingewiesen. Die Initiative der Bahn sei begrüßenswert, doch die Informationen seien unvollständig. Detailangaben über die Voraussetzungen für die Vergabe von Förderungsmitteln und das Antragsverfahren fehlten. Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass Lärm zu Dauerstress führe und krank mache. Oft wüssten die Bürger nicht, welche Rechte sie hätten, was zu tun sei und wer bei Lärmproblemen angesprochen werden könne. Die FWG-Veranstaltung diene nicht nur dem Erfahrungsaustausch mit betroffenen Bürgern, sondern es würden auch Informationen über gesetzliche Grundlage wie Bundesimmissionsschutz-Gesetz, Lärmverordnungen sowie Lärmschutzmaßnahmen und Förderungsmöglichkeiten vermittelt. Informiert werde außerdem über Ansprechpartner bei Bahn und bei Behörden.

