Von Anja Baumgart-Pietsch
Außengestaltung des Schulgeländes gelungen
Freude bei allen Beteiligten über den gelungenen ersten Abschnitt eines Mammutprojekts: In der Schulze-Delitzsch-Schule wurde jetzt der erste Abschnitt der Außengestaltung des Schulgeländes gewürdigt und mit einem Glas Sekt darauf angestoßen. "Seit mindestens zwanzig Jahren war hier nichts mehr gemacht worden", sagte Ulrich Schweers, Vorsitzender des Fördervereins. Es war also überfällig, die Gestaltung des Grüns und des Schulhofes einmal einer gründlichen Revision zu unterziehen. Doch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist das nicht so einfach. So überlegte man sich ein Projekt gemeinsam mit dem Studiengang Landschaftsarchitektur der FH Wiesbaden: Prof. Andreas Paul stellte die Aufgabe seinen Studentinnen und Studenten im Lehrgebiet Freiraum- und Projektplanung. Zehn Vorschläge zur Gestaltung des Schulgeländes gingen ein, Siegerinnen wurden Viktoria Gastauer und Maria Schimke, die ihren Beitrag "Eine runde Sache" nannten - und das wörtlich meinten: Mit runden Formen werden künftig Sitzgelegenheiten, Beete und Teich das Außengelände und den Schulhof zieren. Die vollständige Entsiegelung des Schulhofes erwies sich als zu teuer, daher legte man nur runde Bänke an. Das kleine Schülercafe bekam einen Außenbereich, andere Geländeteile erhielten Versickerungsmöglichkeiten für Oberflächenwasser und einen Teich, in dem später eine solarbetriebene Fontäne sprudeln soll. Weiterhin werden noch Beete bepflanzt und Spalierobst gesetzt - auch ein "Kloppenheimer Streifling", ein seltener, historischer Apfelbaum, soll auf dem Schulgelände seinen Platz finden und wird von einer Lehrerin und Schülern später gepflegt. Sehr kreativ gingen die Verantwortlichen an die Verwirklichung des Konzepts und fanden auch Mitstreiter, die ebenfalls von Notwendigkeit und Ausführung überzeugt waren: Nicht nur Prof. Paul lobte die gute und kooperative Arbeit mit Schule und Förderverein. Auch Bauunternehmer Sulfi trug über den reinen Auftrag hinaus zur Verschönerung bei. Jürgen Drieschmanns vom Förderverein: "Herr Sulfi ist Perser und ihm gefielen die Bodenplatten nicht, die wir ausgesucht hatten. Er sagte, in seinem Land seien Schulen so heilig wie Kirchen und er wolle es schöner gestalten - auf eigene Kosten legte er hochwertigeren Bodenbelag". Weitere Arbeiten wurden von BauHaus durchgeführt; der Architekt war Friedhelm Düngen aus Kloppenheim - hier die Verbindung zum besonderen Apfelbaum. Geld für die Maßnahmen kamen von der Stadt, aus dem Spielbank-Tronc und vom Ortsbeirat Südost - den Löwenanteil übernahm jedoch der Förderverein. Nun sei etwas für die Ästhetik, für den Umweltschutz und auch fürs Wohlfühlen getan worden, freute sich auch Schulleiter Rainer Strack. Nicht zuletzt gibt es auch eine verbesserte Sicherheit für die Schüler, denn es wurden zusätzliche Wege auf dem Schulgelände geschaffen und daher ist jetzt nicht nur die Verbindung zwischen beiden Gebäuden besser geworden, sondern auch die Erreichbarkeit der Bushaltestelle.

