Der Neubau hat begonnen
09.09.2010 - WIESBADEN
ASKLEPIOS-KLINIK Fünf neue Operationssäle und eine Zentralsterilisation entstehen
(red). Die Asklepios-Paulinen-Klinik (APK) hat mit dem Neubau der Operationssäle und der Zentralsterilisation begonnen. Die Bauzeit für die rund zwölf Millionen Euro teure Erweiterung wird ein Jahr betragen.
Durchschnittlich 9000 Operationen werden pro Jahr an der Klinik durchgeführt - Tendenz stark steigend. Die ständig wachsende Zahl an Eingriffen macht jetzt den Neubau notwendig, der auch zu weiteren Neueinstellungen im medizinischen und pflegerischen Bereich führen wird. Ab August nächsten Jahres stehen Dr. Klaus Schulz, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin an der APK, fünf zusätzliche lichtdurchflutete Operationssäle mit je 40 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Hinzu kommen die Zentralsterilisation und ein vergrößerter Aufwachraum. Die neuen Räumlichkeiten verteilen sich auf zweieinhalb Geschosse mit rund 2300 Quadratmetern Grundfläche. Das Land Hessen beteiligt sich mit neun Millionen Euro an den Gesamtkosten, drei Millionen Euro schießt die APK hinzu.
Die Hochleistungs-Chirurgie von heute verlangt nach hochsterilen OP-Sälen. Gerade bei den immer häufiger durchgeführten Operationen im Bereich der Orthopädie und Endoprothetik (Gelenkersatz) ist absolute Sterilität ein Muss. „In den neuen OP-Sälen wird eine ganz spezielle Luftreinigungs- und Umwälzanlage zum Einsatz kommen. Sie erzeugt eine extrem turbulenzarme Luftströmung und verhindert so, dass eventuell vorhandene Keime in das Operationsfeld gelangen. Dass das hochmoderne System auch noch sehr effizient mit der eingesetzten Energie umgeht, rundet das exzellente Gesamtbild der Anlage ab “, sagt Franz-Josef Glässer, technischer Leiter der APK.
Mit dem Bau der Zentralsterilisation in unmittelbarer Nähe der OP-Säle ist eine zeitnahe Versorgung und Entsorgung des Sterilgutes möglich. Anders als andere Kliniken lässt die APK die im OP verwendeten Instrumente nicht von externen Firmen sterilisieren. Die keimfreie Reinigung erfolgt im Haus unter strenger Beachtung der Qualitätsstandards. „So haben wir einen weiteren Risikofaktor bei der Reinigung des Sterilgutes ausgeschlossen, und wissen, dass die im OP verwendeten Instrumente sicher sind“, sagt Geschäftsführer Oliver Zimmer.
Zum neuen OP-Konzept passt auch die individuelle Vorbereitung der Patienten auf die Operation in ruhiger Atmosphäre. Dabei geht die Klinik bewusst nicht den Weg eines zusammengefassten Bereiches für die Einleitung der Narkosen, sondern es werden spezielle Einleitungsräume den OP-Sälen angegliedert. Hier können die Patienten stressfrei unter persönlicher Betreuung durch Anästhesiepersonal und abgeschottet von den Vorbereitungen im OP-Saal auf den Eingriff vorbereitet werden.
Ganz besonders wichtig ist es Oliver Zimmer darauf hinzuweisen, dass der Klinikbetrieb wie gewohnt weiterläuft, „Durch den Einsatz spezieller Bautechniken reduzieren wir die Lärmbelästigung auf ein Minimum. Vibrationen oder Schall sind bereits in den direkt an den Baubereich angrenzenden Gebäuden nicht mehr wahrzunehmen. Die bestehenden Operationssäle sind davon sowieso nicht betroffen. Hier läuft der Betrieb ganz normal weiter“.

