„Besser leben“
06.09.2010 - WIESBADEN
AUSSTELLUNG Umweltfreundlich unterwegs
(red). „Umweltfreundlich unterwegs - besser leben“ heißt die Ausstellung, die noch bis Freitag, 29. Oktober, von der Umweltberatung der Stadt präsentiert wird. Mit Tafeln, Flyern und Broschüren geht es im Umweltladen (montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 18 Uhr) über einen zukunftsfähigen Nutzungs-Mix aus Auto, Bus, Bahn und Fahrrad.
Im Rahmen der Ausstellung wird ein einfach zu bedienendes Internet-Programm vorgestellt, mit dessen Hilfe sich individuell gewünschte Touren kostenlos anzeigen lassen. Außerdem wird verdeutlicht, wie man klimaschonend und schnell ans Ziel kommen kann.
Ruhe und saubere Luft zum Atmen sind wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Doch Inseln der Ruhe und Erholung sind immer seltener zu finden. So fühlen sich 40 Prozent der Wiesbadener zeitweise oder permanent durch Lärm belästigt. Hinzu kommt die Belastung von Schadstoffen, wie Benzol, Stickstoffdioxid und Feinstaub. „Gerade in der Stadt ist es ideal, verschiedene Verkehrsmittel miteinander zu kombinieren oder Carsharing und Mitfahrgelegenheiten zu nutzen“, erläutert Umweltdezernentin Rita Thies. Bei einer Entfernung bis zu fünf Kilometer sei das Rad das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt. Fahrradfreundliche Strecken durch Grünanlagen und Nebenstraßen seien in Wiesbaden vielfach ausgeschildert.
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und der fortschreitende Klimawandel machen deutlich, dass Veränderungen im Verkehrssektor dringend notwendig sind. 95 Prozent der Energie im Bereich Verkehr basiert allein auf Erdöl. Beim Verbrennen dieses Stoffes werden Unmengen Kohlendioxid freigesetzt, die den globalen Temperaturanstieg weiter anheizen. „Die Folgen sind bekannt: Abschmelzen der Polkappen, Anstieg der Meeresspiegel, Überflutung von Inseln und Küstenzonen, Wüstenbildung in bisher gemäßigten Zonen sowie zunehmende Unwetterkatastrophen auch in Deutschland. Die Hauptverantwortlichen für diese Entwicklung sind die Menschen in den Industrieländern. Deshalb müssen wir jetzt handeln“, so Thies.

