Gegen Aufmarsch der Neo-Nazis
26.02.2010 - WIESBADEN
SOLIDARITÄT Wiesbadener Institutionen beraten über Gegenmaßnahmen
(red). Über 20 Vertreter von Wiesbadener Organisationen, Parteien und Verbänden, darunter die Katholische Kirche und die Jüdische Gemeinde, aber auch Gewerkschaften, Awo und Bündnis gegen Rechts, trafen sich gestern auf Einladung des DGB in Wiesbaden, um Aktivitäten gegen den im Internet angekündigten Aufmarsch der Jungen Nationaldemokraten und der NPD zu beraten.
Die Anwesenden verständigten sich darauf, an diesem Tag selbst Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto "8. Mai, 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus" durchzuführen.
Die 20 versammelten Organisationen betonten, dass Wiesbaden keinen Platz habe "für den braunen Sumpf", so Harris Ziebarth, DGB-Sekretär in Wiesbaden. "Wiesbaden ist und muss bunt bleiben." Neben der bereits vom DGB Wiesbaden angemeldeten Demonstrations- und Kundgebungsstrecke werden weitere Wiesbadener Organisationen an anderen Örtlichkeiten Anmeldungen vornehmen. Die Vertreter der Organisationen waren sich einig, den Nazis keinen Raum zu geben. Weitere demokratische Organisationen können sich beteiligen und sich beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Büro Wiesbaden melden.

