Eine Zukunft für Rafah
09.02.2010 - WIESBADEN
GUTE TAT Deutsche Stiftung Niere und Harnwege hat eine lebensrettende Operation ermöglicht
(red). Ende gut, alles gut. Die achtjährige Rafah Reslan aus Syrien ist gerettet. Ihre lebensbedrohliche Nierenkrankheit war in Damaskus nicht zu heilen (das WT berichtete). Doch nach dem Hilferuf ihrer Familie und Freunde sowie dem Einsatz von Dieter Werner, dem Wiesbadener Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Niere und Harnwege, konnte sie im Januar in Mainz operiert werden.
Der Chefarzt der Universitäts-Urologie, Professor Joachim Thüroff, ein Nierenexperte mit Weltruf, sowie der Leiter der Kinderurologie, Professor Raimund Stein, haben gute Arbeit geleistet. Für Rafah gibt es eine Zukunft. Von ganzem Herzen dankbar, dass die mehrstündige Operation gelungen ist, sind die Eltern, die vor eineinhalb Jahren ihre zweite Tochter mit der gleichen Krankheit verloren hatten. Vater und Mutter danken allen Helfern, die sich für das kranke Kind eingesetzt haben, besonders den fürsorglichen Betreuern und Pflegern in der Mainzer Uni-Klinik, die die kleine Rafah lieb gewonnen hatten, sowie dem Engagement von Professor Thüroff und nicht zuletzt Dieter Werner, der sich immer wieder für Kinder aus aller Welt einsetzt.
Er war es auch, der den Hilferuf aus Syrien bekam, sich von Anfang an und intensiv des Falles annahm und auf große Hilfsbereitschaft stieß. Da die Familie über keine finanziellen Mittel verfügt, hat die Deutsche Stiftung Niere und Harnwege Kosten wie den Flug für Mutter und Kind sowie die Unterbringung der Mutter übernommen. Professor Thüroff hat auf sein Honorar verzichtet.

