Von Joachim Atzbach
AARTALBAHN Koalition und SPD votieren im Verkehrsausschuss für raschen Brückenneubau
Das Machbare in kleinen Schritten sichern, um die große Vision aufrechterhalten zu können, lautet die Konsensmeinung. Ob die Aartalbahn jemals wieder als öffentliches Nahverkehrsmittel dienen wird, steht in den Sternen. Aber mit den Stimmen der Koalition und der SPD möchte der Ausschuss für Planung, Bau- und Verkehr zumindest die touristische Nutzung der Strecke gewährleistet sehen. "Damit die Gleisanlage in Schuss gehalten wird und uns dadurch alle Optionen erhalten bleiben", begründete der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Kessler (CDU) den Antrag der Jamaika-Koalition.
Als ersten Schritt in diese Richtung ist der Magistrat nun beauftragt, zusammen mit ESWE Verkehr einen Neubau der Eisenbahnbrücke Flachstraße mit höherer Durchfahrtshöhe umgehend vorzusehen, deren Finanzierung darzulegen sowie die notwendigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang noch die Höhe der Summe, die vom Versicherer des Schadensverursachers zu erwarten ist. "Ist erst einmal die Brücke wieder befahrbar, sollte damit auch die wirtschaftliche Zukunft des Vereins Nassauische Touristikbahn (NTB) auf sicheren Füßen stehen", sagte Kessler.
Natürlich müsse sich vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Aartalbahnkonferenz im vergangenen November auch der Rheingau-Taunus-Kreis als Partner mit im Boot mehr ins Zeug legen. "Er fordert, bringt sich aber nur eher symbolisch ein", kritisierte Kessler. Begrüßen würde der Verkehrsausschuss beispielsweise wenn der Kreis die Aartalbahnbrücke über die Magistrale der Bundesstraße 54 in Taunusstein ankaufen würde. Diese Maßnahme würde NTB von einem gewichtigen Kostenblock befreien.

