Von Christoph Cuntz
Jetzt haben Diekmann und Köhler Frieden geschlossen. Für den hat die Ministerin Lehrgeld zahlen müssen. So ist in Diekmanns Internet-Blog nun ein längeres Interview mit der Ministerin über ihre Promotion zu lesen. Der Chefredakteur hat seine Prophezeiung vom Dezember augenscheinlich wahr gemacht und zu diesem Gespräch „unseren schreibenden Rechtsexperten“ geschickt, „einen Dr. jur.“, der „seine Promotion übrigens ganz ohne Hilfe seines Assistenten geschafft“ habe.
So war es nicht
Die Fragen, denen sich Kristina Köhler stellen musste, haben es in sich. Da ist die Rede von Zweifeln daran, dass sie ihre Doktorarbeit eigenständig gefertigt habe. Unterstellt werden Interessenkonflikte, wenn der Assistent des Doktorvaters, der ein erstes Votum zur Promotion abgibt, gleichzeitig den Promovierenden betreut.
„So war es nicht. Und deshalb hat sich daraus kein Interessenkonflikt ergeben“, antwortet die Ministerin. Als Doktorandin sei sie im übrigen froh gewesen über jede Unterstützung. Die eigenständige wissenschaftliche Arbeit sei davon „in keiner Weise berührt“.
Man werde sich zu dem gesamten Vorgang nicht äußern, so am Donnerstag eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums in Berlin, die sich namentlich nicht zitieren lassen wollte. „Alles, was dazu zu sagen ist, ist in Kai Diekmanns Blog gesagt."
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Karrieristen gibt' s überall
Diese Sorte von Karrieristen und Karrieristinnen gibt's doch überall. Vielleicht ein bisschen zu sehr auf die Faktoren blond und und jung gesetzt. Die wird genauso viel drauf haben wie andere Menschen in dem Alter auch. Sie hat's halt in die Politik gespült und hält sich an die Regeln. Was stutzig macht, ist die Vermutung, dass sie nicht ganz so viel Vertrauen in sich hat, wie andere in sie setzen, und nach außen eine Selbstsicherheit demonstriert, wie sie man sie sonst noch auch Rambo-Filmen kennt. Aber auch das scheint mir eher generationsbedingt.