KITA LUXEMBURGPLATZ Ortsvorsteherin ärgert sich über Missverständnis
(mab). "Wenn die Leute sowas hören, die denken doch, wir haben einen am Sträußchen!" Ortsvorsteherin Maria Seibert-Gölz (CDU) ist einen Tag nach der Sitzung des Ortsbeirats Mitte noch spürbar verärgert über "falsche Angaben und fehlende Informationen" der Verwaltung (siehe oben stehenden Bericht).
In besonderer Weise trifft dies auf eine in die Antwort zur Kita Geschwister-Stock-Platz eingeflossene Aussage zur Kita Luxemburgplatz zu, wonach die Verlegung der zweiten ins neue Justizgebäude "nicht befürwortet" wird. "Hanebüchener Quatsch", echauffiert sich Seibert-Gölz - tatsächlich sollte eine Verlegung aufs ehemalige Gerichtsgelände geprüft werden; dieser Antrag liegt allerdings über ein Jahr zurück und ist laut der Ortsvorsteherin "lang vom Tisch - und jeder, der in der Verwaltung arbeitet, müsste das auch wissen".
Für Seibert-Gölz ist die Angelegenheit kein einmaliges Missverständnis, sondern symptomatisch dafür, "dass oft derjenige, der solche Antworten verfasst, die Beschlüsse der Ortsbeiräte nicht kennt". Die Zusammenarbeit von Magistrat und Verwaltung mit den Ortsbeiräten sei häufig "stümperhaft", die Arbeit vor Ort werde ohne Not erschwert, viele Fragen blieben unbeantwortet, so ihr frustriertes Resümee. Zur Kita selbst betont Seibert-Gölz, dort werde "eine super Arbeit", geleistet. Ihr sei ohnehin unklar, wieso eine Stellungnahme für die Finanzmittel der Kita im Haushaltsansatz fehle, die Finanzen für die Einrichtung seien auch unabhängig von der Standortfrage "zu behandeln".
Die tatsächliche Diskussion um den Kita-Standort Luxemburgplatz ist indes nicht neu, bei der Stadt will man davon aber offenbar nichts wissen. So erklärt Stadtplanungsamtsleiter Thomas Metz, das Amt werde sich zu einer möglichen idealen Gestaltung des Platzes unter Gesichtspunkten der Denkmalpflege nicht äußern, denn: "Es ist eine fiktive Frage." Er betonte die "hohe Bedeutung" der Kita vehement. Als ob diese in Frage gestellt würde, sobald jemand laut über den Luxemburgplatz nachdenkt. Auf eine Vision für den Platz werde er sich nicht einlassen, so Metz, "sonst steht morgen in der Zeitung, der Denkmalschutz will die Kita da weghaben - dazu leiste ich keinen Beitrag".

