Während der großen Schulferien verwandelt sich die Johannes-Maaß-Schule in ein Sommercamp: Elfjährige aus 13 Ländern spielen Theater, erkunden mit verteilten Rollen, was Reichtum oder Armut bedeutet, oder denken über Menschenrechte für Kinder nach. Die kleinen Norweger, Italiener, Israeli, Portugiesen, Holländer oder Inder beiderlei Geschlechts ziehen zu besonderen Gelegenheiten ihre Nationalkostüme an. Jede Delegation kocht ein typisches Essen für die gesamte Gruppe, insgesamt 51 Kinder.
“Vicky-Village" ist bereits das achte Camp des Vereins CISV, Ortsgruppe Mainz/Wiesbaden. Das Kürzel bedeutete ursprünglich “Children's International Summer Villages". Der deutsche Dachverband hat sich inzwischen den etwas unhandlichen Namen “Deutsche Gesellschaft für internationale Kinder- und Jugendbegegnungen" gegeben, bleibt aber bei dem international gebräuchlichen Kürzel “CISV", begleitet von einem Logo, das den Erdball andeutet, auf dem Kinder sich die Hand reichen.
“Wir sind davon überzeugt, dass Frieden durch Freundschaft möglich ist und dass mit diesen Freundschaften nicht früh genug begonnen werden kann", sagt Ute Merz, Bau-Ingenieurin und Vorsitzende der hiesigen CISV-Ortsgruppe.
Mittlerweile gehören 62 Nationen zu der ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Organisation, und aktuell wollen noch 16 weitere Länder dem globalen Netzwerk angehören.
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