Eintagshelden gesucht
11.08.2011 - WIESBADEN
Von Konstantin Steinhart
FREIWILLIGENTAG Lob für die Organisatoren - aber noch fehlen Mitmacher
Wer möchte nicht einmal im Leben ein Held sein? Am 10. September haben alle Bürger der Stadt Wiesbaden die Gelegenheit, auf unterschiedliche Weise ein solches Gefühl zu erleben. Wie man die Chance dazu bekommt, wurde gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Wiesbadener Rathhaus ausführlich erläutert.
Das Freiwilligenzentrum veranstaltet zum dritten Mal in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Main den Freiwilligentag. Schirmherr in diesem Jahr ist Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller. Vorgestellt wurde das Projekt mit dem Titel „Wir Eintagshelden“ durch die Geschäftsführung und den Vorstand des Freiwilligenzentrum sowie den Präsidenten der Hochschule Rhein-Main und den Vertretern des Organisationskomitees der Hochschule.
Ziel des Projekts ist es, für das Ehrenamt zu werben und auf die Arbeit des Freiwilligenzentrums und anderen gemeinnützigen Einrichtungen in Wiesbaden aufmerksam zu machen. Eingeladen werden alle Bürger Wiesbadens, sich ehrenamtlich zu engagieren und an dem Projekt teilzunehmen. In insgesamt 30 Projekten können sich Interessierte einbringen. Aktuell haben sich 68 Personen angemeldet, wobei der Gesamtbedarf auf rund 200 Freiwillige ausgerichtet ist. Ebenso werden noch Sponsoren gesucht, um die Ausgaben zu decken und eine Abschlussveranstaltung zu finanzieren.
Ein besonderes Dankeschön gehe schon im Vorfeld in allererster Linie an die Studentinnen der Hochschule Rhein-Main, die im Rahmen eines Projekts, unter der Leitung von Doris Klinger, für die Organisation und Sponsorensuche zuständig sind, wie Wilfried Pfeiffer, der Vorsitzende des Freiwilligenvereins, anmerkt. „Die komplette Organisation wurde neben Studium und Job aufopferungsvoll und ehrenamtlich vollbracht - obwohl es keine Benotung gibt.“ Auch Detlev Reymann, der Präsident der Hochschule, schließt sich dem Lob an und erläutert zwei wichtige Aspekte für die Teilhabe der Hochschule. Zum einen sei er der festen Überzeugung, dass eine Hochschule die Verpflichtung habe, am Leben einer Gemeinschaft teilzuhaben und sich in ihrer Vorbildsfunktion mit sozialen und brenzligen Themen auseinander setzen müsse. Zum anderen sehe er in einer solchen Projektarbeit wahres interdisziplinäres Arbeiten - zudem erkenne man das reale Leben.
Auch für die Stadt seien solche Initiativen von großer Bedeutung, so Oberbürgermeister Müller. In der sich immer mehr anonymisierenden Gesellschaft entstehe ein sphärenübergreifender Austausch, was die Stadtgesellschaft positiv beeinflussen könne. Müller sei sehr erfreut darüber, dass sich die Hochschule so stark für dieses soziale Projekt engagiere. Ohne ihre Unterstützung wäre eine solche Organisation nicht möglich gewesen. Man müsse eben Leute haben, die sich in ein solches Projekt einbringen.

