Von Christian Weise
450 Jugendliche beim dritten Konfitag in Bad Schwalbach
"Gute Freunde - schlechte Freunde", so lautete das Motto des dritten Dekanatskonfitages des Dekanates Bad Schwalbach. 450 Konfirmanden von Rüdesheim bis Taunusstein, aus Heidenrod, Aarbergen und Hohenstein bis nach Hünstetten, trafen sich am Sonntag in der Nikolaus-August-Otto Schule in Bad Schwalbach, um über das Thema Freundschaft nachzudenken, es zu erfahren und in wahrsten Sinne zu erleben. Mit dieser Teilnehmerzahl kamen mehr als in den Jahren zuvor. Erstmals unterstützten über 60 jugendliche Helfer, darunter viele ehemalige Konfirmanden, das insgesamt 150 köpfige Team. Nach dem Eröffnungsgottesdienst hielten die einzelnen Konfirmandengruppen auf langen Stoffbannern fest, was für sie eine gute Freundschaft ausmacht, was Freundschaften zerstört und ob und wie Freundschaft mit Gott möglich sei. Freundschaft bedeutete für die Zwölf- bis 14-Jährigen vor allem Treue, Gemeinschaft, ehrlich zu sein, zu lachen und auch mal ein Geheimnis verraten zu können sowie nicht über einander zu lästern. Über ihre Freundschaftserfahrungen mit Gott sagten sie: "Gott antwortet nicht direkt, aber Gott lügt auch nicht". Applaus gab es für die Aussage "Gott ist nicht zickig". Über 20 Stationen zum Thema konnten die Jugendlichen durchlaufen. Die Jugendlichen erlebten Angebote wie "Für Freunde singen" beim Karaoke, "Freunde streiten" beim Känguruboxen in dicken Kängurukostümen oder "Fühlst Du wie mein Herz schlägt?" beim Blutdruckmessen mit Handmassage. Außerdem gab es Kerzen ziehen, Henna-Tattoos malen oder Videobotschaften erstellen. Dass Glauben bei den Jugendlichen eine große Rolle spielt, zeigte sich bei Stationen wie den "Perlen des Glaubens" oder dem begehbaren Labyrinth von Chartres. Wie es in den Jugendlichen aussah, konnte man auch an der "Klagemauer" ablesen. Gebete, mit der Bitte um Gesundheit für die krebskranke Oma, dass Gott auf Familie, Freunde und Haustiere aufpassen möge, gute Noten in der Schule oder die Bitte, die richtigen Entscheidungen zu treffen, waren einige der Gebete.

