Von Christine Dressler
Großer Andrang beim Spieltag des Schulsportzentrums in Bleidenstadt
Mehr als 60 Kinder wetteiferten in der Sporthalle des Gymnasiums beim Ballspieltag von Schulsportzentrum und Volleyballabteilung des TSV Bleidenstadt einen halben Tag bei Volleyball- und Ball-über-die-Schnur-Turnieren. Dabei trainierten sie neben Ballgefühl und Volleyballtechniken vor allem ihre sozialen Kompetenzen. Mit so einer starken Ressonanz hatten die Organisatoren der Vormittags unter dem Motto "Kinder stark machen" nicht gerechnet. "Wir haben 40 Kinder erwartet", erklärte Andreas Meusel, der Koordinatior des Schulsportzentrums. Das bietet seit zehn Jahren Ballspieltage an, hatte sich diesmal dafür aber ein völlig neues Konzept überlegt: Passend zum Motto waren die zwölf Volleyball- und 17 Ball-über-die-Schnur-Zweierteams selbst dafür zuständig, ihre Ergebnisse zu dokumentieren. Gute - das merkten die Kinder schnell - erzielten nur die Paare, die zusammenarbeiteten. Das galt auch für die beiden, ebenfalls neuen und parallel zu den Turnierspielen laufenden Zusatzaufgaben. Hier mussten sich die Sechs- bis Zwölfjährigen erst einen Ball durch ein Viereck in der Luft hin und her zuwerfen, später der eine der anderen den Ball so vorlegen, dass Letzterer durchs Viereck pritschen konnte. "Toll, dass es auch mal für uns ein Turnier gibt", jubelte der neunjährige Konstantin aus Zollhaus. "Sonst müssen wir immer unseren Eltern zugucken - heute ist es umgekehrt." Dominik (sechs), der zum allerersten Mal Volleyball spielte, fand das Turnier ebenfalls "richtig gut". Wie die beiden Brüder hatten viele Kinder weitere Strecken auf sich genommen, um am Ballspieltag teilzunehmen. So kamen Lana, Johannes, Nadine, Jakob, Leonie, Marvin und andere junge Spieler nicht nur aus Taunusstein und Umgebung, sondern der ganzen Region vom Rheingau über Wiesbaden bis Dieburg. Meusel kannte den Grund: Volleyballturniere für Kinder gebe es so selten wie Vereine, die Volleyball für Kinder anbieten. "Dabei ist das das beste Alter, um Kinder an die technisch anspruchsvolle Sportart heranzuführen", betonte Meusel. Als Mannschaftsport sei Volleyball optimal, um soziale Kompetenzen zu schulen. Das bewies das Turnier: Jedes Mal, wenn Meusel zweimal durch die Finger pfiff, beendeten alle Teams sofort ihr Spiel und trugen das Ergebnis in den Spielplan ein. Jüngeren Kindern halfen dabei nicht nur Jugendliche aus dem TSV, sondern auch ältere Kontrahenten aufmerksam. Noch drei, vier Turniere und die Kinder könnten den Wettbewerb ganz allein dokumentieren, meinte Meusel so begeistert wie die Eltern von den jungen Spielern.

