Biblische Früchte
06.09.2010 - ENGENHAHN
NACHT DER KIRCHEN II Datteln und Feigen auf Engenhahner Gabentisch
(red). Die gute Erinnerung an die vergangene „Nacht der Kirchen“ veranlasste offenbar nicht nur viele Engenhahner, am Freitagabend den Weg zu St. Martha einzuschlagen. Kein Programmpunkt war Routine, alles war mit viel Einsatz vorbereitet worden. Mit einem deutlichen Kontrast zu „normalen“ Veranstaltungen eröffnete Gemeindereferentin Edeltrud Fiebig mit Kerstin Mosch (Orgel) den Abend mit einer Eingangsliturgie „Dein ist der Tag … Gott kann Nacht zum Tag machen“.
Das Kindermusical „Joseph - ein echt cooler Träumer“, wurde nicht ganz unerwartet wieder mit viel Beifall und Bravorufen belohnt, ließ bei vielen Erwachsenen Erinnerungen an lange zurückliegende Religionsstunden neu aufleben. Es geht um Joseph und seine Brüder, ein „Klassiker“ des Alten Testaments, über Josephs Verkauf nach Ägypten, seinen Gefängnisaufenthalt, seine Karriere als Traumdeuter und Minister, die sieben fetten und mageren Jahre und das Happy End mit seinen Brüdern. Eine lebendige und beeindruckende Darstellung dieser biblischen Geschichte gelang den jungen Künstlern Alva Assmann, Julia Marie Eichler, Maren Fischer, Annkatrin Gölzinger, Luise Hellang, Marlene Hellwig, Vanessa Hill, Nathalie Ickstadt, Matthias Lobinski, Corinna Lukas, Clara Müller, Christina Nothaft, Amelie Stoffel, Laura Strehmer und Marlen Zimmermann. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Kerstin Mosch (Orgel), Eva Dreisbach, Ruth Jakobs-Mosch und Corinna Mosch (Chor). Sprecherin Christine Hill führte humorvoll durch die Geschichte.
Inspirierende Momente bei einer Licht-Meditation
Eine Pause zur Stärkung stand unter dem Motto „Biblische Früchte“. Dessen „Mitgestaltung“ gelang dem Publikum unter Anleitung von Anette Honnef und Birgit Wohnig mühelos. Beide fanden zu Früchten wie Datteln oder Feigen positive wie negative Bibelzitate. Sie fügten botanische und medizinische Informationen plus Ratschläge zum Verzehr hinzu. Expertenwissen aus dem Publikum rundete das Thema humorvoll ab.
Das Sketch-Kabarett „Heiteres und Besinnliches zu unserer Patronin St. Martha“ von Inge Fasching war das Lustspiel des Abends. Die Autorin sowie Kerstin Mosch, Rudi Honnef und Reinhard Koy-Oberthür zeigten ihre schauspielerischen Talente, begeisterten die Anwesenden, die das Vorgetragene mit viel Schmunzeln und Lachen begleiteten. Es handelte sich um eine „ernsthafte“ Vertiefung der Geschichte um Martha mit ihren Geschwistern Maria und Lazarus und dem Besuch von Jesus. Dabei wurde das immer noch zeitnahe Problem der Arbeitsbewältigung und Arbeitsverachtung zwar genauer als in der Bibel aufgegriffen, aber Vorschläge für praxistaugliche Lösungen wieder einmal vertagt.
Nach einer kurzen Stärkung wurden die Gäste dann von einer mit Kerzenlicht ausgeleuchteten Kirche empfangen. Entlang des Kreuzweges waren Meditationstexte und -bilder angebracht, welche die Besucher zum Verweilen, Innehalten und Meditieren einluden, passender Gitarrenklang begleitete sie dabei. Regina Mathieu, Birgit Wohnig, Reinhard Koy-Oberthür und ihre Helfer gestalteten diese Licht-Meditation zu fortgeschrittener Abendstunde.

