Gedenkstätte am Idsteiner Kalmenhof wird saniert
24.08.2012 - IDSTEIN
(VoS). Diese Neugestaltung ist überfällig: Vitos Kalmenhof lässt die Gedenkstätte für die Opfer des Idsteiner Krankenmordes während der Zeit des Nationalsozialismus restaurieren. Aus diesem Grund werden am Veitenmühlberg in der Zeit vom 27. August bis voraussichtlich 21. September Erd- und Bauarbeiten veranlasst. Die ersten Bauarbeiten umfassen die direkte Hangabsicherung mittels Natursteinblöcken, später wird der Pflasterbelag saniert, ein Geländer angebracht und eine Sitzbank aufgestellt.
„Ein Grund, diese Arbeiten in Angriff zu nehmen, ist die Lage der Gedenkstätte direkt an einem Steilhang“, erklärt Kalmenhof-Prokuristin Ute Jost. „Hier besteht mittelfristig Handlungsbedarf, weil sonst irgendwann die Gefahr des Abrutschens des Geländes besteht. Wir wollten aber auch Sorge tragen, dass die Gedenkstätte für unser 125-jähriges Jubiläum im nächsten Jahr in einwandfreiem Zustand ist.“
Seit 1987 besteht die Gedenkstätte mit Steinrondell und Kreuz an der Stelle, wo die im Krankenhaus des Kalmenhofs ermordeten Kinder begraben wurden. Die mit der Ermordung der geistig behinderten Kalmenhof-Bewohner befassten Ausstellungsteile sind seit 1997 als Dauerausstellung im Verwaltungsgebäude des Kalmenhofs installiert.
„Für das 125-jährige Jubiläum im nächsten Jahr werden wir aber nicht nur die Gedenkstätte restaurieren. Wir wollen einen Tag der offenen Tür veranstalten, an dem sich unsere Nachbarn, die Idsteiner Bürger, umfassend über den Kalmenhof informieren können“, erläutert Ute Jost.


