Hymne auf das schöne Idstein
27.01.2012 - IDSTEIN
Von Volker Stavenow
AUFTRITT Premiere der neunköpfigen Dirrrty-Franz-Band mit „Crunkrock“ in der Wörsdorfer Scheuer
Der Countdown läuft, die Musiker fiebern ihrer großen Live-Premiere am morgigen Samstag, 28. Januar, in der Wörsdorfer Scheuer entgegen: Ab 21 Uhr gibt dort die heimische Dirrrty Franz-Band ihre musikalische Visitenkarte vor garantiert ausverkauftem Haus ab.
„Das ist unser erstes großes Konzert mit neun Bandmitgliedern. Ein Gastspiel hatten wir ja schon im IZ-Talk der Idsteiner Zeitung, aber morgen werden wir ein komplettes Konzert abliefern“, freut sich Bandleader Dirrrty Franz alias Patrick Van Hecke auf das Wörsdorfer Musikspektakel.
Keimzelle für die Band ist das Idsteiner Jugendzentrum, in dem sich alle Musiker regelmäßig treffen. Als „Dirrrty Franz and Die B-Side Boyz“ waren sie in ähnlichen Formationen schon seit 2000 unterwegs. Ihre erste Maxi-Single „Weltmeister“ erschien anlässlich der WM in Deutschland im Frühjahr 2006. Das dazugehörige Musikvideo lief mehrere Male auf VIVA und MTV. Die Single stieg in der ersten Woche auf Platz 100 ein, in der dritten Woche kam sie auf Platz 97.
Nach dem positiven Feedback beim Auftritt auf dem Neujahrsempfang der Stadt Idstein erschien die Maxi-Single „Idstein Baby“ im März 2007 und wurde somit zu inoffiziellen Stadthymne.
Das erstes Album „Feier den Sound“ erschien ziemlich genau ein Jahr nach „Weltmeister“. Die darauf folgenden Veröffentlichungen waren „Söhne der Nacht“ (2008), „Freibier“ (2009) und „(Wir holen den) Cup am Kap“ (2010). Es folgten mehrere lokale Konzertauftritte. „Unser erklärtes Ziel ist es, live vor vielen Leuten zu spielen und dabei eigene Lieder vorzustellen. Natürlich möchten wir gerne ein Studioalbum aufnehmen“, skizziert Band-Mitglied Niklas Potthoff.
Als die Band noch unter dem Namen „Dirrrty Franz and Die B-Side Boyz“ firmierte, nannte sie ihren Stil „Deutschcrunk“. Crunk ist ein Musikgenre aus dem Süden der Vereinigten Staaten, dass Black Music/Hip Hop zugeordnet wird.
Die Band übertrug dieses musikalische Konzept auf ihr Umfeld. Die Synthesizersounds und Melodien hatten oft Anleihen aus der europäischen Dance-Musik (Eurodance) der 90er Jahre und das „Gegröle“ bedient sich ebenso Anleihen aus der nicht nur phonetisch naheliegenden Punk-Musik, gepaart mit deutschen Raptexten über die Dinge, die laut Band für einen Jugendlichen aus einer Kleinstadt wichtig sind.
Seitdem die Truppe von einer fünfköpfigen Band unterstützt wird, heißt die Genrebeschreibung „Crunk-rock“. Frei nach dem Motto, wenn es schon vier Typen mit Mikrofon und Beats aus der Konserve schaffen, selbst ein Rock-affines Publikum zum Springen zu bringen, was passiert dann erst, wenn eine ganze Band im Hintergrund mitmacht.
„Wir wollen unsere musikalische Sache professionell durchziehen und durch unsere Auftritte natürlich auch Erfahrungen sammeln“, so Patrick Van Hecke. „Wir sind ein offenes Projekt und können uns deshalb auch vorstellen, unsere Formation noch zu erweitern, etwa durch einen Bläsersatz“, unterstreicht Niklas Potthof. „Alt und Neu sollen in unserem Sound zu finden sein“, so Van Hecke.
Der Auftritt in der Scheuer ist nicht der einzige in diesem Jahr: Unter anderem tritt die Band im Rahmen des Idstein Jazz am 16. Juni ab 23 Uhr auf der Blues-Bühne auf.
„Bis dahin müssen wir weiter fleißig proben. Dafür suchen wir einen neuen Probenraum zur Miete in Idstein oder den Stadtteilen. Wir würden uns über Angebote unter der Mail info@dirrrtyfranzband.de freuen.“

