Missklänge beim Wechsel im Ortsbeirat Heftrich
27.01.2012 - HEFTRICH
ORTSVORSTEHERWAHL Verbesserte Infrastruktur für Alteburger Markt
(red). Missklänge beim Ortsvorsteherwechsel in Heftrich: Die SPD werde sich „nicht an der Wahl beteiligen“, kündigte Werner Schuierer in der Ortsbeiratssitzung an. Drei Nein-Stimmen (von insgesamt sieben) reichten aber nicht aus, um die Wahl von Ute Guckes-Westenberger (CDU) zur Nachfolgerin von Thomas Pokoyski (CDU) zu verhindern.
Das Wir-Gefühl, das die Arbeit im Ortsbeirat eigentlich prägen sollte, sei auf das Gröbste verletzt worden, erklärte Schuierer. Schon im März des Vorjahres, also zur Zeit der Kommunalwahl, habe sich dieser Wechsel angedeutet, nannte er den Grund für die Ablehnung und sprach von einer „gezielten Täuschung.“ Das Nein der SPD richte sich aber nicht gegen die jetzt die zur Wahl stehenden Personen, versicherte Schuierer.
„Ihr müsst über hellseherische Fähigkeiten verfügen“, wies der aus dem Amt ausgeschiedene Ortsvorsteher den Vorwurf der Wählertäuschung zurück. Berufliche Veränderungen, die erst zum Jahresende 2011 eingetreten seien, hätten ihn zur Niederlegung seines Amtes veranlasst.
Erwin Brandler (CDU) und Helmut Urban (SPD) wurden anschließend als gleichberechtigte Stellvertreter der Ortsvorsteherin gewählt. Das Protokoll im Ortsbeirat führt weiterhin Petra Koch, als Stellvertreter der Schriftführerin steht Thomas Pokoyski zur Verfügung.
„Du hast große Fußstapfen hinterlassen“, zollte Ute Guckes-Westenberger ihrem Vorgänger im Amt Respekt. Der freute sich, dass der Ortsbeirat in den letzten Jahren für Heftrich viel erreicht habe und dass die Bürger bei mehreren Projekten Gemeinschaftssinn bewiesen hätten.
Begrüßt wurden im Ortsbeirat die geplanten städtischen Verbesserungsmaßnahmen auf dem Alteburg-Marktgelände. Die Wasser- und Abwasserleitungen sind marode, die Elektroversorgung mit den Verlängerungskabeln in den Bäumen ist ungenügend und die Entsorgung des Abwassers in eine zu gering dimensionierte Grube mit Überlauf auf die benachbarte Wiese entspricht nicht den Anforderungen. Diese Mängel sollen abgestellt werden.
Weil das Marktgelände zum Unesco-Welterbe Limes gehört und die geophysikalischen Untersuchungen auch Bodenfunde ergeben haben, begleitet das Landesamt für Denkmalpflege mit seinen Experten aus der Abteilung Archäologie und Paläontologie die baulichen Veränderungen. In diesem Zusammenhang berichtete die Ortsvorsteherin, dass noch immer nach dem Friedhof und dem Badehaus aus der Römerzeit gesucht werden. Die Arbeiten auf dem Marktgelände sollen im Frühjahr begonnen und noch vor dem ersten der drei Alteburger Märkte abgeschlossen werden, so Ute Guckes-Westenberger.

