Von Svenja Feth
Bundesliga-Basketballer der "Skyliners" trainieren mit Schülern
BLEIDENSTADT Profibasketballer im Taunussteiner Gymnasium. Die Bundesligaspieler der "Skyliners" aus Frankfurt warben im Sportunterricht der Fünftklässler für die schnelle Ballsportart.
Wo man an diesem Morgen in der Turnhalle des Bleidenstädter Gymnasiums auch hinsah, überall konnte man leuchtende Kinderaugen sehen. Und auch der Grund hierfür konnte unter all den Fünftklässlern schnell ausgemacht werden: Toni Dirlic, ehemals Erstligaspieler bei den "Deutsche Bank Skyliners" war mit seinem Team in die Taunussteiner Halle gekommen, um gemeinsam mit den Schülern der Sportklasse über zwei Stunden lang Basketball zu spielen und den Kindern die Welt des Ballspiels ein Stück näher zu bringen. Der Skyliner-Coach Harald Roth, der bereits seit 17 Jahren sein Leben dem Basketball widmet, bereist mit seinem Team Schulen in ganz Deutschland. Das Projekt der Skyliners "Basketball4you" soll so in der ganzen Bundesrepublik bekannt gemacht werden und helfen, die Sportart als Breitensport zu etablieren. "Wir sind in den letzten Jahren an über hundert Schulen gereist und haben unser Sportprogramm den Schülern vorgestellt", erläutert Anja Imker, während sie allen Schülern ein nagelneues Skyliner-T-Shirt überreicht und das lang ersehnte Training dann endlich losgehen kann. Frisch ausgestattet mit den strahlend-weißen Basketball-Shirts und voll mit Motivation und Elan wird dann auch gleich nach den großen Bällen gegriffen, mit denen in den nächsten Stunden so einige Tricks und Kniffe gelernt werden. Wie kann ich zwei Bälle aufeinanderlegen und dabei laufen, ohne dass diese herunterfallen? Wie kann ich zwei Bälle gleichzeitig werfen? Diese und noch viele Geschicklichkeitsübungen mehr sollen den Kindern spielerisch das Gefühl für den Ball vermitteln, bevor man dann auch zum bekannten "Dribbeln" übergehen kann. "Wenn wir sehen, dass jemand richtig viel Talent hat, dann sprechen wir ihn auch direkt an, ob er nicht Lust hätte, bei uns im Team zu spielen", so Imker. Denn hierbei komme es nicht, wie so oft geglaubt, nur auf die Größe des Sportlers an, sondern vor allen Dingen auf den Spaß an dem Sport. Und dass die Schüler mit Freude und Eifer bei der Sache waren, das konnte man ihnen ansehen: "Ich gucke immer mit meinem Opa Basketball, der hat früher auch in der Schule gespielt", berichtet der zehnjährige Moritz Geist und ist sichtlich stolz. Und auch seine Mitschülerinnen Janine Burda und Lisalle Hanfler sind von dem Training begeistert: "Das Dribbeln und das Körbewerfen machen am meisten Spaß!", sind sich die beiden Mädchen sicher. "Und wenn wir später auch mal Basketball spielen wollen, dann hilft uns das Training heute bestimmt gut weiter", fügt die sportliche Lisalle hinzu. Auch der Sportlehrer der Klasse ist begeistert von seinen Schützlingen: "Wir gehen im Sportunterricht gezielt in verschiedene Vereine und lernen vielfältige Sportarten auch vor Ort kennen", so Sportlehrer Andreas Meusel, der davon überzeugt ist, dass sich die Kinder oft zu früh für eine bestimmte Sportart entscheiden. "Wir müssen den Schülern die Vielfalt der Sportwelt zeigen und so ein Stück dazu beitragen, ihren Horizont auch sportlich zu erweitern."

