iz. Der Idsteiner Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales hat auf Antrag der Stadtverordneten Dagmar Kraus (SPD) einen Dringlichkeitsantrag zur Diskussion um die Idsteiner Schullandschaft und zur anstehenden Kreistagsentscheidung über die Umsetzung des Mediationsergebnisses beschlossen. Mit elf Stimmen beschlossen die Mitglieder des Ausschusses (gegen die Stimme der Stadtverordneten Inga Rossow, FWG) diese Resolution an den Kreistag: "Die Stadt Idstein begrüßt das Mediationsergebnis zur künftigen Schullandschaft im Idsteiner Land und fordert den Kreistag zur entsprechenden Umsetzung auf." Der Ausschuss begründet seine Resolution damit, dass das Mediationsergebnis für den Großteil des Idsteiner Landes nichts am Status quo ändere, während die Schaffung eines reinen Oberstufengymnasiums das Angebot eines durchgängigen Gymnasiums im Idsteiner Land zerschlage. Außerdem widerspreche eine solche Lösung dem Willen von Schulleitungen, Eltern und Schülern. Hervorgehoben wird vor allem die Eilbedürftigkeit einer Umsetzung der Mediation, um allen Beteiligten Gewissheit zu verschaffen und endlich Schulfrieden im Idsteiner Land einkehren zu lassen. In der Diskussion wurde sowohl von Jürgen Schmitt (Grüne) als auch Thomas Zarda (CDU) hervorgehoben, dass bei einer Umwandlung der PSI zu einem Oberstufengymnasium eine "funktionierende Schule zerstört" werde. Jürgen Volkmar (SPD) legte Wert auf die Feststellung, dass es nun auf eine zügige Umsetzung der Mediation ankomme, da eine Profilbildung der beiden Oberstufen Zeit brauche und nun schnell erfolgen müsse. Ansonsten könne es dazu kommen, dass sich viele Jugendliche nach Limburg oder Wiesbaden zu Lasten des Schulstandortes im Idsteiner Land orientierten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Zarda bedankte sich für seine Fraktion bei Dagmar Kilb für den Dringlichkeitsantrag. Er selbst habe einen solchen Antrag für den Fall einer Vertagung angekündigt und unterstütze den Antrag voll. Inga Rossow (FWG) begründete ihre Ablehnung mit einer aus ihrer Sicht unvollkommenen Abwägung der Argumente für ein Oberstufengymnasium. Auch sie kritisierte aber die Entscheidung der großen Koalition, die einstimmige Empfehlung des Schulausschusses schon Tage später wieder zu kassieren, da dies alle Beteiligten nur verwirre.

