Gefährliche Keime im Vormarsch
10.02.2012 - KREIS
NETZWERK Kreis beteiligt sich am Kampf gegen multiresistente Bakterien / Regionale Kooperation
(tt). Der Rheingau-Taunus-Kreis ist dem Hessischen Förderverein MRE-Netzwerk Rhein-Main beigetreten. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Gesundheitsämtern der Region, der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenkassen und stationärer und ambulanter Einrichtungen. Es hat multiresistenten Keimen den Kampf angesagt. Die Rate der Entstehung und Verbreitung solcher Keime in der Region soll vermindert, die Behandlung und Rehabilitation betroffener Patienten verbessert werden.
In der Beschlussvorlage des Kreisausschusses, der den Beitritt zum Netzwerk beschlossen hat, heißt es: „Die koordinierte Vermeidung der Weiterverbreitung der gefährlichen Keime durch ein strukturiertes Hygienemanagement und eine verantwortungsvolle professionelle Antibiotika-Verordnung sind dringend erforderlich“. Der öffentliche Gesundheitsdienst stehe dabei in einer besonderen Verantwortung.
Das Netzwerk, dem bereits die Städte Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach sowie die Kreise Hochtaunus-Main-Taunus, Offenbach und Wetterau angehören, bündelt Kompetenzen und erarbeitet Standards für die Praxis. Der Förderverein bietet Fortbildung durch Vereinsmitglieder und Information für die Öffentlichkeit. Dazu gehört auch ein umfangreicher Internetauftritt, ein Beratungstelefon und Informationsmaterial für Betroffene.
Angehörige, Ärzte, Mitarbeiter von Krankenhäusern, Altenheimen, Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten werden im Umgang mit Patienten geschult.
Die einmalige Aufnahmegebühr in das Netzwerk kostet den Kreis 1 000 Euro plus 200 Euro Jahresbeitrag. Für diesen Beitrag kann unter anderem der „Help-desk“, der mit einer Pflegewissenschaftlerin besetzt ist, in Anspruch genommen werden, außerdem erhält der Kreis kostenlose Flyer für Patienten und Angehörige. Gesundheitseinrichtungen und Arztpraxen können die Fortbildungen zu „MRE und Hygiene“ kostenlos in Anspruch nehmen.

