Drohnen können Weinberge erkunden
10.07.2012 - RHEINGAU
KOOPERATION Forschungsfelder für Geisenheim
(red). Als „ Hochschule mit besonderer Ausrichtung“ werde die Forschungsanstalt Geisenheim ihre überragende Bedeutung in den Forschungsfeldern Weinbau, Gartenbau und der Getränkeforschung noch weiter festigen, erklärt der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch (CDU). Keine andere Forschungseinrichtung in Deutschland genieße auf den Forschungsfeldern Weinbau, Gartenbau und Getränkeforschung eine vergleichbare nationale und internationale Reputation. Willsch verweist auf 44 Forschungsprojekte mit Institutionen in 26 Ländern. Außerdem gebe es Lehrkooperationen mit 37 Institutionen in 18 Ländern.
Eine enge Zusammenarbeit pflege die Forschungsanstalt auch mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, berichtet Willsch, der Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt des Bundestages ist. Er hatte Gespräche über mögliche Kooperationen vermittelt. Diese kommen bei der Nutzung von Satellitendaten für Wein- und Gemüseanbau infrage. Dabei könnten auch kleinere unbemannte Flugsysteme für die Fernerkundung oder Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden.
„Wir machen oftmals den Fehler, nur an militärische Nutzbarkeit von ‚Drohnen‘ zu denken“, sagte Willsch. Wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ein Programm mit unbemannten Flugsystemen zum Schutz von Rehkitzen in der Landwirtschaft fördere, dann sei es doch nur naheliegend, auch in anderen Bereichen der landwirtschaftlichen Forschung über Einsatzmöglichkeiten nachzudenken. Davon könne die Weinbauregion Rheingau nur profitieren.


