Rindersattel und Räuberteller
31.08.2010 - KIEDRICH
Von Marianne Kreikenbom
GASTHAUS „ZUM ENGEL“ Bodenständige Küche jahreszeitlich inspiriert
Zwei oder drei Mal im Jahr gibt es im „Engel“ jahreszeitlich inspiriert eine neue Speisekarte. Desserts stehen nicht drauf, weil sie öfter wechseln als die Karte. Angeboten werden derzeit unter anderem Crème Brulée, Amaretto Panacotta und Eisbecher. Michael Georg bastelt bereits an seiner Herbstkarte. Ganz sicher ist schon das Hausgericht Rindersattel, ein mit Champignons, Wurzelgemüse, Speck und Zwiebelchen gefülltes und natur gebratenes Rumpsteak mit Bratkartoffeln und Salat (16,50 Euro). „Bei uns gibt es keinen Seniorenteller und keine halben Portionen, sondern nur normale und schlanke Portionen“, erklärt Michael Georg. Die schlanken Portionen kosten ungefähr zwei bis drei Euro weniger als die normalen. Und da Kinder heutzutage gern bei ihren Eltern mitessen (dürfen), gibt es im „Engel“ auch keine Kindergerichte, sondern zum Bratkartoffelklau anregende Räuberteller. Jedem seinen eigenen Teller ist aber auch kein Problem. Die hier gemachten Preisangaben beziehen sich auf die „normalen“ Portionen.
Wer in Kiedrich heiratet, kommt am „Engel“ eigentlich nicht vorbei. Direkt vor seiner Gasthaustür stehen auf der einen Straßenseite das Rathaus von 1585/86, eines der repräsentativsten erhaltenen im Rheingau, und auf der anderen die katholische Pfarrkirche St. Dionysius und Valentinus, eine bedeutende Wallfahrtkirche des 14. und 15. Jahrhunderts mit reichlich erhaltener mittelalterlicher Ausstattung. In zwei Räumen bietet der „Engel“ insgesamt Platz für rund 80 Gäste und damit auch für Feiern aller Art.
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