Wiesbaden 2020: Attraktiv und überschaubar
21.04.2010
Von Manfred Gerber
RHEIN-MAIN 2020 Wiesbaden wird eine starke Stadt in einer starken Region bleiben, prophezeit der Oberbürgermeister
Wer 2020 beruflich mobil sein muss, könnte nach Pös´ Vorstellungen zum Beispiel südlich des Freizeit- und Kulturparks am früheren Schlachthofgelände wohnen. In einem "Quartiersboulevard" mit einer S-Bahn-Station vor der Haustür. Eine Trasse ist in den städtischen Plänen frei gehalten. Wichtig ist Pös, dass man von überall in Wiesbaden schnell ans größere Schienennetz angeschlossen ist.
Großes Theaterangebot
Dem Polyzentrismus der Rhein-Main-Region kann Oberbürgermeister Müller mehr Vor- als Nachteile abgewinnen. Zum Beispiel kulturell. Mit seinen Theatern in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Mainz besitze die Region ein breit gefächertes Angebot. Alle seien in kurzer Zeit und gut zu erreichen. Schließlich habe Rhein-Main im Spitzensport einiges zu bieten, im Fußball vor allem, wo man es heute mit dem früheren Ruhrpott aufnehmen könne. Aber auch mit den Bundesliga-Volleyballerinnen des VCW.
Was sich Wiesbaden auch im Jahr 2020 in Abgrenzung zur größeren Schwester Frankfurt erhalten müsse, sei seine Überschaubarkeit, dass die Stadt trotz ihrer 270000 Einwohner noch eine soziale Kontrolle, aber auch eine soziale Fürsorge ermöglicht. Schließlich könne man froh darum sein, dass Wiesbaden mit seinem immerhin 30-prozentigen Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund eine relativ konfliktfreie Stadt sei.
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